Farb- und Strukturvarianten des Zwerg-Cochin-Gefieders
Der BZA hat in seiner Sitzung am 14.4.2007 folgenden Beschluß gefaßt: Die Zwerg-Cochin werden in allen anerkannten Farbenschlägen auch in gelockt anerkannt.
1.Gelb, seit 1886
gleichmäßiges Goldgelb mit gelben Federkielen. Etwas Bronze im Schwanz des Hahnes gestattet. Lauffarbe gelb. Grobe Fehler: schwarze Einlagerungen im Gefieder; Schilf.
seit 1989

2. Weiß, seit 1886
reines Weiß, Lauffarbe gelb. Grobe Fehler: starker, gelber Anflug (kein Mausergelb)
seit 1989

3. Schwarz, seit 1886
schwarzes Gefieder mit grünem Glanz. Untergefieder dunkel, Lauffarbe beim Hahn gelb, bei der Henne gelb mit grauem Anflug. Grobe Fehler: Weiß im Gefieder; mattes oder violett glänzendes Gefieder.
seit 1989

4. Schwarz-weißgescheckt, seit 1966, Herauszüchter: Knour (Pöthig)
Hahn: schwarze, grün glänzende Grundfarbe. Federn der Brust, Kruppe und Schenkel mit rein weißen Federenden. Hals- und Sattelbehang sowie Flügeldecken mit feiner, weißer, v-förmiger Federspitzenzeichnung. Henne: auf schwarzem, grün glänzendem Grund eine möglichst gleichmäßig verteilte, zarte, rein weiße, v-förmige Zeichnung am Federende. Schwingen und Schwanzfedern bei beiden Geschlechtern möglichst mit weißen Federenden. Die schwarze Grundfarbe ist vorherrschend. Die weiße Zeichnung tritt im Alter stärker hervor. Ein bis zwei überwiegend weiße Handschwingen beim Hahn und vor allem bei Alttieren gestattet. Lauffarbe gelb, grauer Anflug gestattet. Grobe Fehler: Überwiegen der weißen Zeichnungsfarbe; völlig weiße Federn im Gefieder; Säumung oder rote und gelbe Federn in den Behängen.

seit 1989

5. Blau, seit 1932, Herauszüchter: Karl Aul u.a. (Pöthig)
Bei Hahn und Henne ein gleichmäßiges, ungesäumtes Blau mit gut durchgefärbtem Schwanz. Beim Hahn Kopf, Hals- und Sattelbehang sowie Flügeldecken nahezu samtschwarz. Halsbehang der Henne dunkler im Blau abgesetzt. Lauffarbe gelb, dunkler Anflug gestattet. Grobe Fehler: jegliches Weiß oder Rot; zu helle Behänge beim Hahn; starker Saum; deutliche Brauneinlagerungen

seit 1989

6. Perlgrau, seit 1962, Herauszüchter: Knour/ Lohmann
gleichmäßiges, möglichst helles Graublau des Ober- und Untergefieders und der Latschen bei beiden Geschlechtern. Feine, dunkelblaue Pfefferung in den Behängen ist vorerst nicht zu strafen. Lauffarbe bleigrau, ins Gelbliche gehend; gelbe Fußsohlen. Grobe Fehler: stark haarige oder sehr schmale Federn in der Kruppe; fleckige Oberfarbe; starker gelblicher Anflug; dunkle Säumung in den Behängen; andersfarbige Federn.

7. Rot, seit 1986, Herauszüchter: Bastian
Hahn: gleichmäßiges, sattes, nicht zu dunkles, glänzendes Rot. Untergefieder möglichst rot. Schwingen rot, etwas schwarz auf Innenfahne gestattet. Schwanz rot oder schwärzlich purpurfarbig. Geringe, angedeutete, schwarze Zeichnung im unteren Halsbehang gestattet. Henne: gleichmäßiges, sattes Rot, etwas heller als beim Hahn; sonst diesem gleich. Lauffarbe gelb. Grobe Fehler: stark fleckiges Gefieder; schwarz auf Mantel, Brust und Flügel; hell abgesetzte Halsfarbe; viel Ruß oder Weiß im Untergefieder; Schilf.

8. Gesperbert, seit 1886
Jede Feder im mehrfachen Wechsel von Schwarz mit Lichtblau leicht bogig quer gesperbert. Beim Hahn in gleicher Breite; bei der Henne sind die dunklen Federteile etwas breiter als die hellen. Infolge des lockeren Gefieders ist die Zeichnung nicht scharf, das Untergefieder nur schwach gezeichnet. Lauffarbe gelb, bei der Henne grauer Anflug gestattet. Grobe Fehler: viel Rost; starkes Schilf in Schwingen oder Schwanz; silbrige Säumung im Halsbehang.

seit 2007

9. Gelbgesperbert, seit 1956, Herauszüchter: Woith/ Fr. Bauer
Beim Hahn auf gelben Grund ausgeprägte cremeweiße Sperbertung in gleichmäßigem Abstand. Bei der Henne sind die gelben Federfluren breiter, die flockige Sperberung ist matter. Untergefieder gelb bis weiß. Rötlich gesperberte Schultern beim Hahn sind gestattet. Lauffarbe gelb. Grobe Fehler: graues Untergefieder; Kissenruß bei der Henne; andersfarbige Federn.

10. Perlgrau-gesperbert, seit 2002, Herauszüchter: Dietze/ Bastian
Jede Feder in mehrfachem Wechsel von Perlgrau und Grauweiß leicht bogig quer gesperbert. Beim Hahn in gleicher Breite; bei der Henne sind die perlgrauen Federteile etwas breiter. Untergefieder nur schwach gezeichnet. Lauffarbe gelb. Grobe Fehler: Gelber Anflug, Schilf; stark verwaschene Sperberung.

11. Goldhalsig, seit 1886
Hahn: Kopf goldbraun, Hals- und Sattelbehang goldfarbig mit vollen, schwarzen Schaftstrichen, auch die Federkiele schwarz. Rücken und Schultern leuchtend kaminrot. Flügeldeckenfedern (Binden) grün glänzend schwarz. Armschwingen-Innenfahne schwarz. Außenfahne braun, das goldbraune Flügeldreieck bildend. Handschwingen schwarz mit braunem Außenrand. Kehle, Braust, Bauch, Schenkel, Fußbefiederung und Schwanz grün glänzend schwarz. Henne: Halsbehang wie beim Hahn. Gesamtes Körpergefieder graubraun mit feiner, schwarzer Rieselung, jedoch ohne Säumung und ohne Nervzeichnung. Fußbefiederung wie Körpergefieder. Lauffarbe gelb. Grobe Fehler: beim Hahn: Braun in den schwarzen Gefiederteilen; zu roter Hals- und Sattelbehang; durchstoßende oder durch braunen Federkiel unterbrochene Schaftstriche; Schilf im Schwanz; schwarzes Flügeldreieck. Bei der Henne: Bänderung oder stark rußiges Mantelgefieder; sehr helle oder lachsfarbige Brustfarbe; fehlende, unterbrochene oder durchstoßende Schaftstriche im Halsbehang.

12. Blau-goldhalsig, seit 1996, Herauszüchter: Müller u.a.
Hahn: Kopf-, Hals- und Sattelbehang intensiv goldfarbig mit blauen Schaftstrichen; Gold am Kopf am dunkelsten. Rücken, Schultern und Flügeldecken leuchtend karminrot. Flügeldeckenfedern (Binden) blau. Handschwingen blaugrau mit hellbraunem Außenrand. Armschwingen innen blaugrau, außen hellbraun, ein rein braunes Flügeldreieck bildend. Brust, Bauch, Schenkel, Fußbefiederung und Schwanz blau. Henne: Kopf und Halsbehang goldfarbig mit vollen, blauen Schaftstrichen. Körpergefieder hellgoldbraun mit feiner blauer Rieselung, jedoch ohne Säumung und ohne Nervzeichnung. Fußbefiederung wie Körpergefieder. Lauffarbe: gelb. Grobe Fehler: Beim Hahn: Gold oder Braun in den blauen Gefiederteilen; zu roter oder zu gelber Hals- und Sattelbehang; viel zu helles, ungleichmäßiges Blau; durchstoßende oder durch braunen Federkiel unterbrochene Schaftstriche; viel Blau im Flügeldreieck. Bei der Henne: Bänderung oder zu blaues Körpergefieder; sehr ungleichmäßige Zeichnung im Mantelgefieder zu helle odder lachsfarbige Brustfarbe; fehlende, unterbrochene oder durchstoßende Schaftstriche im Halsbehang.

13. Braungebändert, seit 1948, Herauszüchter: Fetzer u.a.
Hahn: gleichmäßig satt goldbraun. Verdeckte schwarze Einlagerungen in Form und Art der Hennenzeichnung im Halsbehang. Wenige sichtbare schwarze Einlagerungen im Halsbehang, auf Flügeln und Schenkeln gestattet. Untergefieder am Grund der Feder satt braun, im übrigen Flaumgefieder grau. Der Kiel jeder Feder satt goldbraun. Henne: satt hellbraun von durchweg gleichmäßiger Tönung. Der Kiel jeder Feder goldbraun. Zeichnung hufeisenförmig; von außen nach innen breite, satt hellbraune und schmale, intensiv schwarze Bänder im Wechsel. Handschwingen braun mit schwarzer Einlagerung. Armschwingen hellbraun mit Zeichnung. Die großen Schwanzdeckfedern wie das Körpergefieder gezeichnet. Steuerfedern schwarz mit braunem Außenrand. Untergefieder graubraun. Lauffarbe gelb. Grobe Fehler: Bei beiden Geschlechtern lehmige oder graubraune Grundfarbe; schwarzer Federkiel; Weiß in den Schwingen oder Schwanz. Bei der Henne verwaschene oder fehlende Zeichnung; starke Unausgeglichenheit im Gesamtfarbenbild.

seit 2007, Herauszüchter: Hans Rademann

14. Silberhalsig, seit 1971, Herauszüchter: Lorz/ Aschenbach
Hahn: Kopf silberweiß. Hals- und Sattelbehang silberweiß mit breiten, schwarzen Schaftstrichen. Rücken, Schultern und Flügeldecken silberweiß. Handschwingen schwarz mit weißem Außenrand. Armschwingen-Innenfahne schwarz. Außenfahne weiß, das Flügeldreieck bildend. Flügeldeckenfedern (Binden) grün glänzend schwarz. Schwanz grün glänzend schwarz. Brust, Bauch, Schenkel und Aftergefieder rein schwarz. Fußbefiederung schwarz. Untergefieder dunkelgrau. Henne: Kopf silbergrau, Halsbehang silberweiß mit breiten, schwarzen Schaftstrichen. Körpergefieder mit silbergrauer Grundfarbe und feiner, dichter, schwarzer Rieselung möglichst ohne silbrigen Federrand und Nervzeichnung. Leicht aufgehellte Oberbrust vorerst gestattet. Fußbefiederung in Anlehnung an das Körpergefieder, Untergefieder grau. Lauffarbe gelb. Grobe Fehler: Hahn: Gelber Anflug; Braun in Rücken, Schultern und Flügeldecken; Zeichnung in Brust und Schenkeln; helles Aftergefieder; durch weiße Federkiele unterbrochene, fehlende oder durchstoßende Schaftstrichzeichnung; unreines Flügeldreieck; Schilf.

15. Silberfarbig-gebändert (Dunkel), seit 1967, Herauszüchter. Appel
Hahn: Kopf, Hals- und Sattelbehang silberweiß mit grün glänzenden, schwarzen Schaftstrichen, die im oberen Teil der Feder durch Weiß am Federkiel unterbrochen werden. Kehle, Brust, Bauch, Schenkel und Fußbefiederung schwarz mit weißer Säumung am Federende. Rücken, Schultern und Flügeldecken silberweiß. Die Flügeldeckenfedern (Binden) schwarz, weißer Saum gestattet. Armschingen-Innenfahne schwarz; Außenfahne weiß, das Flügeldreieck bildend. Handschwingen schwarz, weißer Federrand im Deckgefieder gestattet. Untergefieder grau. Henne: Kopf silberweiß bis silbergrau mit mehrfacher, schwarzer Zeichnung ähnlich der des Mantelgefieders und breitem weißem Schmucksaum. Mantelgefieder blaugrau bis stahlgrau mit mehrfacher, der Federform folgender, schwarzer Bänderung und dunklem Federkiel. Schenkelgefieder gezeichnet. Armschwingen-Innenfahne schwarz. Außenfahne mit gebänderter Zeichnungsanlage. Handschingen schwarz mit meliertem Außenrand. Schwanz schwarz, obere Steuerfedern möglichst mit angedeuteter Zeichnung. Fußbefiederung in der gleichen Farbe wie Mantelgefieder mit erkennbarer Zeichnungsanlage. Untergefieder grau. Lauffarbe gelb. Grobe Fehler: Beim Hahn: Gelber Anflug; braum im Gefieder; nicht unterbrochene oder durchstoßende Schaftstriche in den Behängen; fehlende oder klatschige Säumung auf Brust; Bauch und Schenkel. Bei der Henne: Braune Farbtöne im gesamten Gefieder; einfache und nicht unterbrochene Halszeichnung; verschwommene oder moosige Zeichnung; Weißes Untergefieder und Schilf bei Hahn und Henne.

16. Birkenfarbig, seit 1963, Herauszüchter: Knour

17. Weiß-schwarzcolumbia (Hell), seit 1968, Herauszüchter: Fetzer/ Albert/ Lorz

18. Weiß-blaucolumbia, seit 1992, Herauszüchter: Aschenbach

19. Gelb-schwarzcolumbia, seit 1971, Herauszüchter: Doll/ Aschenbach

20. Gelb-blaucolumbia, seit 1993, Herauszüchter: Aschenbach

21. Gold-weizenfarbig, seit 1969, Herauszüchter: Aschenbach

22. Silber-weizenfarbig, seit 1992, Herauszüchter: Aschenbach

23. Goldporzellanfarbig, seit 1997, Herauszüchter: Sicking/ Pöthig

24. Kennfarbig, Herauszüchter: Puchert

Fotomaterial: Dieter Prekel und Andreas Lohmann